Es kann nicht immer Gold sein: Zweimal hat der Billardspieler Alex Reuter bei den deutschen Junioren-Meisterschaften unter der Woche schon ganz oben auf dem Treppchen gestanden. In der Freien Partie am kleinen Billard kam nun Silber dazu.
Souverän schwirrte der Schweriner durch die Vorrunde und das Halbfinale. Selbst im Endspiel gegen Adrian Ryll von den BF Creidlitz Coburg, führte Reuter – vermeintlich deutlich – mit 108:40 nach vier Aufnahmen. Aber dann kamen die großen Minuten des Coburgers.
Der spielte mit einer Serie von 210 Bällen „Aus“ und konnte sich auch des Lobes von Alex Vater Udo Reuter sicher sein, der mit seiner Aussage relaxt die Sportart wechselte: „Das war hier schon großes Tennis, was die Burschen geboten haben. Der Adrian hat letztendlich verdient gewonnen; aber wir sind auch mit Silber hoch zufrieden.“
“Sensationelle Spannung im Halbfinale”
Dabei hatte gerade das zweite Halbfinale einen echten Krimi geschrieben. Adrian Ryll konnte da erst in der Verlängerung gegen seinen Vereinskameraden Moritz Mayer gewinnen. Udo Reuter: „Eine sensationelle Spannung.“ Nach drei Aufnahmen stand es 250:250 und bei den dann weiter geforderten 25 Bällen war der spätere Sieger Ryll der Glücklichere.
Sein Spielkamerad aus Coburg hatte schon in der Vorrunde gezeigt, wie stark er spielen kann. Als einzigem Akteur gelang es Mayer, in der Vorrunde mal eine Partie mit einem Schnitt von 250 Points in einer Aufnahme auszustoßen. Alleine dieses Match und weitere andere gute Partien in dieser Konkurrenz bringen die Gewissheit, dass Coburg im Teamwettkampf ab Freitag, 29. April, als haushoher Favorit ins Rennen geht.
Im Mannschaftswettbewerb nur Außenseiter
Der jetzt schon mit zwei Gold- und einer Silbermedaille dekorierte Alex Reuter, wird da im Team des DBC Bochum kaum Chancen auf den Titel haben. Mit Sven Fiehler und Lukas Blondeel balanciert der Schweriner klar auf der Außenseiterschiene. Aber: Es muss ja nicht immer Gold sein.
Quelle: RuhrNachrichte Jürgen Weiß